Nach Tschelaleddin Rumi
Sonntag, 25. Oktober 2009Wohl endet Tod des Lebens Not,
Doch schauert Leben vor dem Tod.
Das Leben sieht die dunkle Hand,
Den hellen Kelch nicht, den sie bot.
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Wohl endet Tod des Lebens Not,
Doch schauert Leben vor dem Tod.
Das Leben sieht die dunkle Hand,
Den hellen Kelch nicht, den sie bot.
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Ein Hündlein, das einst Wache that bei Schäfern,
Ging in die Höhl’ ein mit den Siebenschläfern.
Und als sie drinnen Zeit und Welt verschlafen,
Verschlief es auch den niedern Dienst bei Schafen.
Und als im Himmel ihnen ward die Krone,
Ward es zu einem Leu’n an Gottes Throne.
Seufzend sprach ich zu der Liebe,
Als ich sie entschleiert sah:
Ach, daß so dein Antlitz bliebe
Meinen Blicken ewig nah!
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